Der König erzählt über sein Gildejahr

Mittwoch, 13. Mai 2026

Wenn ich heute auf mein Königsjahr zurückblicke, kommt es mir manchmal immer noch unwirklich vor. Alles begann an einem Dienstagabend mit dem Königsschuss. In dem Moment, in dem der Vogel fiel, war ich vollkommen überwältigt. Man bereitet sich irgendwie darauf vor, aber wenn es wirklich passiert, bleibt einem erst einmal die Sprache weg.

Was danach folgte, war ein Jahr, das intensiver, bewegter und erfüllender kaum hätte sein können. Von einem Termin zum nächsten, von Begegnung zu Begegnung – ich war plötzlich mittendrin in einer Welt voller Tradition, Gemeinschaft und Herzlichkeit. Schon kurz nach dem Königsschuss merkte ich, wie schnell sich der Kalender füllte. Empfänge, Sitzungen, Besuche, offizielle Auftritte – ich war überall gefragt. Und ehrlich gesagt: Ich habe jede Minute genossen.

Ich habe in dieser Zeit so viele tolle und herzliche Menschen kennengelernt. Die Gilde lebt von ihrer Gemeinschaft, und das durfte ich Woche für Woche spüren. Jeder Termin hatte seinen eigenen Charakter, und überall wurde ich freundlich empfangen. Besonders warm erinnere ich mich an die Zeit mit den Fähnrichen. Das war einfach eine super Truppe. Mit ihnen unterwegs zu sein, war jedes Mal ein Highlight. Ob bei offiziellen Anlässen oder abends beim Zusammensitzen – wir haben viel gelacht, viel erlebt und eine Kameradschaft geteilt, die ich nicht missen möchte. Diese Mischung aus Humor, Verlässlichkeit und echter Verbundenheit hat mein Königsjahr enorm bereichert.

Ein ganz besonderer Mensch in diesem Jahr war für mich Schaffer Tim Hogeback. Wir haben uns vom ersten Tag an unglaublich gut verstanden. Es hat einfach gepasst – menschlich, humorvoll, zuverlässig. Und das Beste: Wir wurden ständig verwechselt. Ob beim Antreten, bei Veranstaltungen oder sogar bei Gesprächen – immer wieder hieß es: „Ach, du bist doch Tim!“ oder „Axel, äh… oder warst du Tim?“ Wir haben jedes Mal herzlich darüber gelacht. Diese Verwechslungen wurden fast schon zu einem Running Gag des Jahres – und haben unsere gemeinsame Zeit nur noch lustiger und unvergesslicher gemacht. Mit Tim an meiner Seite war jeder Termin ein Stück leichter, ein Stück fröhlicher und ein Stück besonderer.

Natürlich gab es Veranstaltungen, die besonders herausstachen. Der Offiziersausflug war ein echtes Highlight – Tradition, Spaß und gute Gespräche in perfekter Mischung. Und der Rockappell: Diese Stimmung, die Energie – das muss man erlebt haben. Aber auch die vielen kleineren Termine hatten ihren Reiz. Jeder einzelne hat mein Jahr geprägt.

Man wächst in diese Rolle hinein und erlebt diese unfassbare Gemeinschaft auf eine besondere Art. Am Ende schaut man zurück und erkennt, wie viel man erlebt hat – und wie sehr man dieses Amt ins Herz geschlossen hat.

Was für mich bleibt, ist vor allem Dankbarkeit. Ohne die Unterstützung meines Gildeclubs, der Offiziere, der Fähnriche, der vielen Helferinnen und Helfer – und natürlich meiner Familie – wäre dieses Jahr nicht möglich gewesen. Es war mir eine Ehre, König dieser großartigen Gemeinschaft zu sein. Ein Jahr, das ich nie vergessen werde.

Es war Großartig!!!